Facebook-Stories: Mobile-Apps bekommen neue Kamera-Funktion

Mit Facebook-Stories bekommen jetzt auch die iOS- und Android-Apps des sozialen Netzwerks eine Funktion, die nicht ganz zufällig an Snapchat erinnert.

Mit Facebook-Stories bekommt die iOS- und Android-App des sozialen Netzwerks eine neue Funktion zum Bearbeiten und Teilen von Videos und Fotos spendiert. Die Funktion orientiert sich an dem gleichnamigen Feature von Instagram und erlaubt es, mehrere Bilder und Videos aufzunehmen, mit Effekten, Masken oder Rahmen zu versehen und dann wahlweise über den eigenen Newsfeed oder direkt mit ausgewählten Kontakten zu teilen. Die Aufnahmen verschwinden nach 24 Stunden wieder.

Über einen Button mit der sinnigen Aufschrift „Deine Story“ lassen sich immer wieder neue Fotos oder Videos hinzufügen. Außerdem lassen sich einzelne Bilder oder Videos aus einer solchen Sammlung auch individuell mit Kontakten teilen. Facebook hat bereits angekündigt, regelmäßig neue Effekte für die Kamera zu veröffentlichen. Darüber hinaus sollen in den kommenden Monaten Möglichkeiten eingeführt werden, um eigene Rahmen oder Effekte zu erstellen. Die neue Stories-Funktion soll ab heute ausgerollt werden.

Facebook-Stories: Funktion soll regelmäßig neue Filter erhalten. (Grafik: Facebook)

Facebooks Antwort auf Snapchat: Kopieren, kopieren, kopieren

Mit Instagram-Stories verfügt Facebooks Bildernetzwerk seit 2016 über eine Kopie der „My-Story“-Funktion von Snapchat. Der ebenfalls zum Konzern gehörende Messenger Whatsapp wurde mit dem neuen Status im November 2016 ebenfalls um eine Funktion erweitert, die an Snapchat angelehnt ist und einen Monat danach bekam auch der Facebook-Messenger mit der Day-Funktion ein ähnliches Feature.

Mit der Einführung von Stories hat Facebook jetzt also in allen wichtigen Mobile-Produkten des Konzerns eine direkte Alternative zum Konkurrenzangebot von Snapchat integriert. Der Erfolg der App, deren Betreiberfirma Snap Inc. im März 2017 an die Börse gegangen ist, scheint Facebook nach wie vor umzutreiben. Ob die Ansammlung an Snapchat-Kopien beim Nutzer jedoch genauso ankommen wird, wie das Original, wird sich zeigen müssen.

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